The Missing Link und der Link 2 Future haben sich 2013 nach Berlin begeben und mit der Preisverleihung 2013 der International Psychoanalytic University (IPU) einen Besuch abgestattet.

 

Sexuelle Differenz

war das Thema der Veranstaltung zur Preisverleihung, die in Kooperation von PSZ und IPU organisiert wurde. Welches Spiel spielt diese in westlichen Kulturen? Nach der Dekonstruktion der Geschlechter stellt sich die Frage nach ihrem Stellenwert erneut und anders: Bleibt die sexuelle Differenz ein zentraler Bezugspunkt nicht nur für die verschiedenen Formen und Gestalten des Sexuellen und des Geschlechts, sondern auch für die symbolische Ordnung selbst – oder verliert sie in ihrer Dualität gegenüber einer Vielfalt und deren differenten Formen an Bedeutung?

Die Veranstaltung zur Preisverleihung in Berlin hat sich eine Neubetrachtung dieses anhaltend verstörenden Themas vorgenommen. Die Psychoanalyse hat von Anfang an Differenz ins Zentrum der Sexualität gerückt und hält heute, so die Vermutung, Potentiale für die Geschlechterdebatte bereit, von denen sie gelegentlich selbst nichts weiss. Indem sie das Scheitern geschlechtlicher Identität ins Zentrum der Subjektwerdung stellt, hat sie Geschlecht in einer Dimension verortet, die über Fragen von Repräsentation, Identität oder Normativität hinausweist. Auf diesem Hintergrund sind auch psychoanalytische Begrifflichkeiten, Konzepte wie auch psychoanalytische Praxis zu befragen.

Wie also lässt sich sexuelle Differenz – auf der Höhe der Geschlechterforschung – psychoanalytisch fassen und gerade auch nicht fassen? Dieserart Fragen wird anhand von Beiträgen aus Theorie, Klinik und Kunst von Insa Härtel, Ulrike Kadi, Joan Copjec, Monique David-Menard, Tove Soiland, Victoria Preis, Marie-Louise Angerer, Stephanie Müller und Klaus Erich Dietl und von Olaf Knellessen, Peter Passett und Peter Schneider nachgegangen.

Es war bitterkalt Ende Januar in Berlin, die Spree war zugefroren und das Eis knackte und knisterte. Heiss wurde es dennoch – kein Wunder bei dem Thema. Die Differenzen wurden unübersehbar, vor allem nachdem drei Psychoanalytiker aus Zürich ihren Beitrag inszeniert hatten. Es kam zum Eclat am Ende der Veranstaltung, der die Gemüter erhitzte und – wir meinen zum Glück – nicht aufgelöst wurde.

Konzept der Veranstaltung: Insa Härtel, Tove Soiland und Olaf Knellessen

Zu den einzelnen Beiträgen:

Preisverleihung 2013 >>>

Impressionen >>>

Kunst im Hotel >>>

Zum Thema ist eine Publikation erschienen, die Sie sich hier anschauen können >>>

 

Die Mitglieder der Gruppe The Missing Link: Heini Bader, Olaf Knellessen, Angelika Oberhauser, Husam Suliman.

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