Der zweite Abend stand unter diesem Thema.

Das Selbst-Portrait ist nicht einfach Abbild von etwas, sondern konstruiert dieses Bild von sich selbst. Das Bild einer solchen Identität ist dabei nicht auf den Einzelnen beschränkt, sondern immer schon Teil eines grösseren Gesamt, das sich im Individuum ebenso bestätigt wie dieses sich in ihm. So weisen Selbst/Portraits immer auch über sich hinaus und sind Teil von allgemeineren Identitätskonstrukten, die nicht weniger zeit-, orts- und situationsgebunden sind. Das Prekäre dieser Konstruktionen überträgt sich – wie auch aktuell zu sehen ist – dabei ständig vom Einen zum Anderen.

 

Martin Dean

Schreibworkshop

Der Begriff der Identität hat zwei Seiten: die Fremd- und die Selbstzuschreibung. Wir schreiben über uns und andere und bringen beide Seiten ins Gespräch. Frauen sind nicht nur Frauen, Männer nicht nur Männer, Weisse nicht nur Weisse, Farbige nicht nur Farbige.

 

Giaco Schiesser

Selbst/Portrait – Subjekte – Singularitäten

Von Hippies bis Hippsters – von Abba bis AfD – von Frank Zappa bis Zürich Tourismus – die Konstituion eigener Subjektivität ist ein paradoxer Prozess: Gross will das SUBJEKT sein und immer klein (unterworfen) bleibt es zugleich.

Ein Blick auf gesellschaftliche Subjekte, ihre Eigenbebilderungen und ihre Singularitäten.

 

Jimmie Durham

I WANT TO BEE MICE ELF

Abstract for a talk about myself and other sel­ves I have known.

In the early 90s we were told that soon ever­yone could work at home, with no need to „go to the office“. As though we would feel better away from other people. The worse punishment, according to many, is solitary confinement. We see now that people feel alienated and think that the solution is to buy more personal stuff, including self-help books and projects.

I remember two donkeys that I betrayed. And many other selves that were of different species than mine, and how their friendship helped me in various times.

 

Regula Müdespacher

Gruppenbild: Abbild oder Konstruktion?

Seit einer Bemerkung meiner Schwester vor vielen Jahren, sie habe mich auf unseren Familienfotos stets im Arm gehalten, beschäf­tigt mich das Abbild von Familien und ande­ren Gruppen.

Wieviel Selbstinszenierung steckt in einer Gruppenaufnahme? Was sind die Beweg­gründe für ein Familien Selfie? Sowohl Inhalt, wie auch Zweck einer Gruppenaufnahme, die Positionierung innerhalb der Gruppe und die der Gruppe an und für sich sind Teil einer Behauptung, die erzwungen, frei gewählt oder aber auch unbewusst entschieden wird. Was erfahren wir auf einem Gruppenbild über ein soziales Gefüge und was zeigt sich in der Art der Selbstdarstellung über die jeweilige Gesellschaft.

Ein Forschungsprojekt.

Video und Schnitt: Milos Savic

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