In Container steckt das lateinische Verb continere mit der Bedeutung von »beinhalten, enthalten, zusammenhalten«. Die Moderne hat den Container als normierten Behälter »für alles Mögliche« (Hannes Böhringer) gewählt. Mit ihm können die unterschiedlichsten Güter und Personen »gestapelt« und transportiert werden – mit entsprechenden soziopolitischen Implikationen.In der Psychoanalyse hat der Container diskursverändernd Karriere gemacht. Bions Container-Contained-Begriff, aus Melanie Kleins Formulierung der projektiven Identifizierung hervorgegangen, fungiert unter anderem als eine Art Beziehungsmodell. Der Anklang dieses Konzepts hat Konsequenzen für die psychoanalytische Theorie und Praxis. Das Buch will – ausgehend von Freuds »Motiv der Kästchenwahl« (1913) – die interdisziplinäre Behälter-Vielgestaltigkeit ausloten. Wie verschiebt sich der Container-Begriff mit seinem Transfer durch verschiedene kulturelle Felder? Welche Einsatzweisen und Implikationen werden wechselseitig deutlich – und mit welchen psychoanalytischen Effekten?

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